Grußwort der Botschafterin

Liebe Mitglieder,

liebe Freunde des Schweizerisch-Deutschen Wirtschaftsclub e.V., München,

BERNE 17.08.2015 - Christine Schraner Burgener. © Béatrice Devènes

BERNE 17.08.2015 – Christine Schraner Burgener. © Béatrice Devènes

sehr gerne bin ich heute Ihrer Einladung zum 40-jährigen Bestehen des Münchener SDW gefolgt. Ohne eine erfolgreiche Förderung der wirtschaftlichen Beziehungen unserer beiden Länder, das Hauptziel des Vereins, wäre dieses Jubiläum gar nicht erreicht worden. Auch nicht ohne ein intensives Engagement der vielen Menschen, die den Club auf dieser langen Wegstrecke getragen haben. In dieser Zeit ist ein lebendiges, solides, bi-nationales Netzwerk an geschäftlichen und privaten Beziehungen entstanden.

Die Anziehungskraft des Clubs schlägt sich auch in einer stetig steigenden Zahl von Mitgliedern nieder. Die regelmäßigen, thematisch anspruchsvollen Club- Veranstaltungen mit namhaften Referenten und weitere Aktivitäten wie Firmenbesuche, Reisen und kulturelle Events werden gut angenommen und ziehen auch viele Gäste an, die sich oft dem Verein später auch als neue Mitglieder anschließen. Ein vitales, aktives Clubleben also, dessen Aktivitäten auch von anderen Schweizer Institutionen in München geschätzt und unterstützt werden.

Schweizer fühlen sich gut aufgehoben und repräsentiert, deutsche Unternehmer können erste Kontakte zur Schweiz aufnehmen. Es kommt zu wirtschaftlichen Impulsen und Anregungen vielfältiger Art. Mehr kann ich mir als offizielle Vertreterin der Schweiz nicht wünschen. Deshalb bin ich auch sehr zuversichtlich aus München weiterhin gute schweizerisch-deutsche Nachrichten zu erhalten und freue mich bei Gelegenheit wieder einmal vorbei zu schauen.

Mit besten Wünschen
Christine Schraner Burgener

SDW

Der Schweizerisch-Deutsche Wirtschaftsclub e. V. fördert die wirtschaftlichen Beziehungen und den Erfahrungsaustausch sowohl der Mitglieder des Vereins untereinander als auch mit anderen Vereinigungen ähnlicher Zielsetzung zwischen der Schweiz und der Bundesrepublik Deutschland. Neben Vorträgen, Diskussionen und sonstigen Veranstaltungen organisiert der SDW München Kontakte zur Presse, zu Behörden und Verbänden und Vereinigungen der Wirtschaft sowohl in der Schweiz als auch in der Bundesrepublik Deutschland.

Künftige Veranstaltungen

18. Oktober 2017

Max Felchlin AG, Schweiz und Clement Chococult: Schokoladen-Fachvortrag

Anschließend Pralinenherstellung und “deftige” Verkostung in Bernried am Starnberger See.

Da die Teilnehmerzahl begrenzt ist, haben Mitglieder Vorrang.

16. November 2017

“Vergleich des Strafrechts der Schweiz und Deutschland mit ausgewählten Praxisbeispielen”

Vortrag von Staatsanwalt Martin Bärlocher aus Zürich

11. Dezember 2017

Weihnachtsfeier im Wirtshaus in der Au

11. Januar 2018

Vorstellung neuer Mitglieder

14. Februar 2018

Aschermittwochs-Fischessen

 

12. Juli 2017 – Sommerfest

Dieses Jahr lud der SDW zum Sommerfest in den Münchner Osten – ins Restaurant Michaeligarten, das direkt am Ufer des Ostparksees liegt.

Nach der kurzen Mitgliederversammlung trafen sich die zahlreichen Mitglieder, Ihre Begleitungen, der Schweizer Generalkonsul Markus Thür mit seiner Gattin Juçara Thür und die Gäste auf der sonnigen Terrasse zum See, und genossen den vorerst herrlichen Sommerabend bei einem schönen Glas Riesling Sekt und feinen Häppchen – beides gestiftet von unserem Firmen-Mitglied, Greater Zurich Area AG, und dessen Repräsentanten und aktiven Ersatz-Vorstand im SDWM, Rolf Bühler.

Nach der Vorspeise erzählte unsere Vorstandsvorsitzende Monika Oberndorfer in ihrer Ansprache Geschichten und Anekdoten aus dem Leben einer Vorstandsvorsitzenden. Nachdem Sie Ihren Dank mit jeweils einer Sonnenblume Ihren Vorstandskollegen ausdrückte und einem großen Blumenstock für die „weltbeste“ Geschäftsstellen-Leitung, Frau Simone Helbig, machte sie dann auch einen aktiven Schritt in der Mitgliederwerbung und fragte unverblümt den überraschten Herrn Dr. Kramer, ob er nach etlichen Gastbesuchen nun doch Mitglied werden wolle. Das Antragsformular war auch zur Stelle und nach kurzer Zeit auch unterschrieben. Als Gast gekommen und als Fast-Mitglied gegangen – so schnell kann es gehen! (Nachtrag: Nach einer eingeräumten Frist von 14 Tagen zum Rücktritt für Herrn Dr. Kramer, die er aber nach 24h ausräumte, wurde er vom gesamten Vorstand einstimmig als neues Mitglied aufgenommen!)

Dann kam auch schon die Hauptspeise: rosa gebratene Kalbslende oder feiner Wolfbarsch. Beide Gerichte waren hervorragend zubereitet – was sich an den leeren Tellern und den zufriedenen Gesichtern widerspiegelte.

Unser Ersatzmitglied Rolf Bühler, Vertreter des Firmenmitglieds Greater Zurich Area AG, betrat dann die Bühne und wir lernten aus seinem launigen Vortrag vieles über das Innenleben eines Ersatzmitgliedes des Vorstandes, unter anderem, wie er Ersatzmitglied wurde: Unser früherer Vorstandsvorsitzender Jürgen Schneider hat ihn nach 2-3 Bier einfach dazu „überzeugt“. Auch sein kleiner Exkurs zur Bedeutung des Begriffs „Ersatz“ erheiterte die Anwesenden sehr, denn er gipfelte im Fazit, dass ein Ersatzmitglied ein „ungenütztes, personifiziertes Ersatzteillager mit sehr viel Zeit“ sei.

Die Stimmung war nach diesen persönlichen und mitreißenden Ansprachen natürlich bestens und es entwickelten sich wieder viele gute Gespräche zwischen den Mitgliedern und den Gästen, die auch durch das Dreierlei der gereichten Nachspeisen – und dem zwischenzeitlich eingesetzten Dauerregen – nicht unterbrochen wurden.

22. Juni 2017 – Vortrag von Chefvolkswirt David Kohl

Der Vortrag von David Kohl, Chefvolkswirt Deutschland der Bank Julius Bär, mit dem Titel „150 Tage Trump – Welche Konsequenzen ergeben sich aus den zunehmenden politischen Risiken für den Wirtschaftsausblick und die Finanzmärkte?“ hat trotz des hochsommerlichen Wetters viele Mitglieder und Gäste in Münchens Traditionsgaststätte, das Hofbräuhaus, gelockt. In dem angenehmen temperierten Erkerzimmer im zweiten Obergeschoss des Hofbräuhauses, fern ab vom sonst dort herrschenden Trubel, wurden wir herzlich von Simone Helbig und unserem Vorstand und Initiator des Vortrags, Stefan Hansen, begrüßt. Nach einem erfrischenden Apéro ging es auch schon los. Zunächst stellte sich David Kohl, der seit 2003 Chefvolkswirt bei Julius Bär ist, vor und stieg in seinen Vortrag gleich mit der Frage ein, warum denn Trump überhaupt von den Amerikanern gewählt wurde. Seiner Überzeugung nach spiegelt die Wahl Trumps durch das amerikanische Volk nicht den Zeitgeist wider, sondern erfolgte aus ökonomischen Gründen. Die Ungleichheit zwischen den Volkswirtschaften und den Generationen bewegte wohl die Amerikaner zu dieser Wahlentscheidung. David Kohl zog auch den Vergleich zum Brexit. Dieser war nach seinen Worten auch ein Votum gegen die Ungleichheiten bei den Einkommen und zwischen den Generationen. Nach der Analyse des Volkswirts führen gerade diese Ungleichheit und die hohe Rigidität zu dem auch in Europa aufkeimenden Populismus.

Mit einigen Schaubildern verdeutlichte David Kohl seinen Zuhörern, dass sich die Angst vor einem Einbruch des Welthandels wegen des Protektionismus und der höheren Politikunsicherheit in den USA als unbegründet herausgestellt hat. Die Bedeutung der Politik in den USA auf den Welthandel ist geringer als befürchtet. Vielmehr überdeckt die herrschende Konjunkturdynamik die Politikunsicherheit und beflügelt die Aktienmärkte. Die Wirtschaft und nicht die Politik von Trump ist in den USA der maßgebliche Treiber für die Reflation und damit für die Finanzmärkte. Nach Ansicht von David Kohl sind gerade die von Trump propagierten Einschränkungen des Freihandels und der Immigration Inflationstreiber, denn der US-Arbeitsmarkt stößt mittlerweile an seine Kapazitätsgrenzen und aufgrund des zunehmenden Lohndrucks planen die Unternehmen Preiserhöhungen.

Zum Schluss seines Vortrags gab David Kohl noch einen kurzen Ausblick auf die europäische Geldpolitik der EZB und den zunehmenden Populismus. Nach seiner Ansicht stellt die Wahl in Italien im nächsten Jahr ein beträchtliches Risiko für den Euro und den Finanzmarkt dar. Bis dahin wird aber wohl Ruhe herrschen.

Sein Fazit aus 150 Tagen Trump zog David Kohl mit den Worten: „Die Konjunktur übertüncht alles“. Die Enttäuschung über die bisherige Politik von Trump hat zwar den Dollar belastet. Ansonsten ist die Bedeutung von Trumps Politik auf die Kapitalmärkte sehr gering. Die gute globale Konjunkturdynamik spielt die Hauptrolle. Die Inflation kehrt zurück und verdrängt die Ängste der letzten Jahre vor der Deflation. Einen gelungenen Abschluss fand der Vortrag mit einer regen Fragerunde des interessierten Publikums.

25. – 28. Mai 2017: Reise Westschweiz 2017

Reiseangebote gibt es viele. Aber wo gibt es gleich nach dem Einsteigen in den Reisebus Sekt und Butterbrez‘n und süße Teilchen. Natürlich nur bei Reisen mit dem SDWM! Unser Mitglied Ruth Diggelmann sorgte als Sponsorin mit dieser netten Geste für gute Stimmung gleich zu Beginn der Clubreise in die Westschweiz.

Mittags erwartete uns im Gasthaus Sternen in Flaach SDWM-Vorstand Rolf Bühler zum opulenten Spargelessen. Der schmackhafte regionale Wein – gestiftet von der Greater Zurich Area AG –  tat ein Übriges, dass wir uns nur schwer aus der fröhlichen Gesellschaft im kühlen Wirtsgarten verabschieden konnten. Danke Rolf Bühler!

Weiter ging es an Bern vorbei durch das landschaftlich sehr reizvolle schweizerische Mittelland mit Blick auf die Alpenkette zu unserem Ziel am Genfer See, wo wir im Hotel Le Baron Tavernier unsere Zimmer mit herrlichem Ausblick auf See und schneebedeckte Gipfel bezogen.

Das Olympische Museum in Lausanne war erster Anlaufpunkt am nächsten Tag. Eingebettet in eine schön angelegte Parkanlage am Seeufer wird hier der auf Pierre de Coubertin zurückgehende olympische Gedanke repräsentativ gewürdigt. IOC-Präsident Dr. Thomas Bach begrüßte Monika Oberndorfer, unsere Club-Präsidentin, mit ihren Reisebegleitern vom SDW München persönlich sehr herzlich per Videobotschaft. Dank neuester Computertechnik, audiovisueller Medien und interaktiver Aktionen konnten wir die Olympiade hautnah erleben, mit den Athleten fühlen und die Geschichte der Spiele von der Antike bis in die Neuzeit verfolgen.

Gestärkt mit einem “olympischen” Riesensandwich ging es zum nächsten Highlight des Tages nach Genf zur Besichtigung des CERN. Ein netter älterer Herr Freudenreich führte uns ein in die Geheimnisse eines der größten und renommiertesten Zentren der Welt für physikalische Grundlagenforschung. Forscher suchen hier nach den fundamentalen Gesetzen des Universums und nutzen dafür die weltweit größten und komplexesten Geräte um Elementarteilchen, die kleinsten Bestandteile der Materie, zu erforschen. Aktuell wird an der Neutralisierung der atomaren Abfälle geforscht.

Zum Tagesabschluss mussten wir uns das leckere Käsefondue in La Tour de Gourze hoch über dem Genfer See mit einer kleinen Bergwanderung verdienen, da der Bus den schmalen, steilen Anstieg nicht bewältigen konnte. Aber die Aussicht und der Käse waren die Anstrengung wert!

Am Samstag stand das Vallée de Joux, das berühmte Tal der Uhren im Schweizer Jura und Heimat vieler traditionsreicher Uhrenmanufakturen, auf dem Reiseprogramm. Im Uhrenmuseum Espace Horloger lernten wir unter sachkundiger Führung von Frau Sonja Pousset viel über die Geschichte der Uhrenherstellung im Jura und die Sonderausstellung James Bond und seine Uhren kennen.

Weiter ging’s zum Weingut Le Domaine d’Aucret in Cully. Hier am Ufer des Genfer Sees, gab es Genuss pur: herrliche Aussicht, Weindegustation vom Feinsten und ein mehrgängiges regionales Mittagessen. Mit der Zahl der verkosteten Weine stieg die Stimmung abermals.

Letzter Programmpunkt des erlebnisreichen Tages war Lausanne mit Zeit zur Stadtbesichtigung und Abendessen im Café de la Poste in Lutry, wo das bekannte Eglifilet sehr fein serviert wurde.

Nach einem reichhaltigen Frühstück machten wir uns am Sonntag leider schon wieder auf die Heimreise mit Zwischenstopp im Restaurant Mole 3 am Seglerhafen in Lindau.

Expräsident Jürgen Schneider dankte vor der Ankunft in München besonders Monika Oberndorfer für ihre professionelle und umsichtige Reiseplanung und Durchführung:

„Monika Oberndorfer hat uns eine neue Seite von sich gezeigt –  die der perfekten Reiseleiterin”. Großes Lob gab es auch für die organisatorische Unterstützung von Simone Helbig und für die Fahrkünste unseres Alpenjäger Busfahrers Andy, der alle schwierigen Verkehrssituationen glänzend und sicher gemeistert hat.

Wir freuen uns schon auf ein nächstes Mal und werden sicherlich auch privat bald wieder die Region um den Genfer See besuchen.

Thomas Ruhnke

Monika Oberndorfer

 

10. Mai 2017, 8 Uhr in der Früh, 2 Grad Außentemperatur…. Besuch der Großmarkthalle Münchens

20 unverzagte SDW Mitglieder sind der Einladung zur Führung durch die Großmarkthallen gefolgt, und versammelten sich in den wärmenden Sonnenstrahlen am Westtor an der Thalkirchner Straße. Eine ausgebuchte Führung – trotz früher Stunde!

Unsere Führerin, Frau Lenka Kargol, gab uns zuerst einen kurzen Überblick über die Fakten des Marktes:

– drittgrößter kommunaler Markt für Lebensmittel und Blumen in Europa, hinter Paris und Barcelona, und internationaler Treffpunkt der Obst- und Gemüsebranche.

– 310.000 Quadratmeter mit sechs voll unterkellerten Verkaufshallen, die Gärtnerhalle, den Blumengroßmarkt, weiteren Umschlag-, Lager- und Kühlhallen, sowie zwei Kontorhäusern. Dazu kommt noch der Münchner Schlachthof in der Nachbarschaft in Sendling.

– Zum Großmarkt gehören übrigens auch der Viktualienmarkt, die Märkte auf dem Elisabeth und dem Wiener Platz, sowie jener in Pasing.

– Insgesamt generieren auf dem Großmarkt knapp 400 Unternehmen mit über 3000 Mitarbeitern einen Jahresumsatz von geschätzten ca. 1,5 Milliarden Euro. Sie versorgen täglich eine Region mit etwa fünf Millionen Menschen und vermitteln Waren in das gesamte europäische Ausland.

Dann ging‘s los: „Zusammen bleiben und nichts anfassen!“, so lautete die Sicherheits-Instruktion beim Betreten des Geländes. Wuselnde Gabelstapler und Lastwagen sind allgegenwärtig auf dem Markt und sie haben grundsätzlich Vorfahrt. Unsere Besuchergruppe ist den die z.T. schwer beladenen Fahrzeugen also meist nur im Weg.

Als erstes ging‘s in die Gärtnerhalle. Hier bieten 65 lokale Erzeugerbetriebe Gemüse und Pilze an – das meiste aus der Region München. Natürlich ist die Halle um diese Zeit schon recht ruhig und ziemlich leer – das Geschäft mit dem empfindlichen Frischgemüse hat schließlich schon um 3 Uhr in der Früh begonnen. Heiteres Gemüseraten und Anekdoten, zum Beispiel über die Grand Dame des Großmarkts, Frau Reitmeier, lockerten den Gang durch die Halle auf.

Die Halle 1, die als einzige nach dem Krieg wieder im Originaldesign aufgebaut wurde – so wie die Urhallen von 1912, als der Markt eröffnet wurde, beherbergt unter anderem die „Exoten“-händler. Und hier findet man tatsächlich Früchte, die wir noch nicht kannten.

Was nicht verkauft wird am Markt, oder Früchte und Gemüse die nicht mehr so „hübsch“ sind, gehen an die Münchner Tafel. Das sind immerhin ca. 100 Tonnen, die den ca. 18‘000 Bedürftigen in München zu Gute kommen. Auch der Zoo Hellabrunn ist ein guter Kunde für Gemüse, das den Menschen nicht mehr zugemutet werden kann.

Ein kleiner Wermutstropfen nach der sehr interessanten Führung blieb, denn auf dem ganzen Großmarkt München gibt es kein einziges Schweizer Produkt zu kaufen – die Hürden des Zolls sind für landwirtschaftliche Erzeugnisse aus einem Nicht-EU Land einfach zu hoch.

… und da wir dort als Privatpersonen nichts kaufen durften und langsam doch der Hunger kam, hatte unsere Vorstandsvorsitzende Frau Monika Oberndorfer DIE Idee: Die Einladung zu einem Weißwurstfrühstück in die Gaststätte Großmarkthalle, für alle, die noch Lust und Zeit hatten.

In jeglicher Hinsicht: ein morgendlicher kulinarischer Hochgenuss für alle Sinne!

 

Thomas Berger

Monika Oberndorfer

SDWM „Abschied vom Nockherberg“ am 29. März 2017

„Und sag zum Abschied leise Servus“

40 Mitglieder und Gäste folgten der Einladung unseres Clubvorstandes und fanden am 29. März 2017 den Weg hinauf auf den Nockherberg, um Abschied zu nehmen von unserem Versammlungsort.

Von links: Monika Oberndorfer, Vorsitzende SDWM. Peter Pongratz, Hausherr Paulaner am Nockherberg. Markus Thür, Schweizerischer Generalkonsul.

 

Seit 2003, nach dem Wiederaufbau des Wirtshauses, der durch einen verheerenden Brand im Jahr 1999 erforderlich geworden war, bot der „Paulaner am Nockherberg“ unserem Club eine stetige Heimat.

Da unser Abschiedsabend mitten in die Starkbierzeit fiel, nutzten viele der Anwesenden die Gelegenheit, einen frisch gezapften „Salvator“ zum Apéro zu genießen. Dass dieses seit Jahrhunderten gebraute Bier einen Alkoholgehalt von nahezu 7,5 % hat, erfuhren die Trinkenden erst im Laufe des Abends….

Peter Pongratz, der über die Landesgrenzen hinaus bekannte Hausherr des Nockherbergs, ließ es sich nicht nehmen, uns höchst persönlich eine Kurzchronik des Hauses auf sehr amüsante Art und Weise vorzulesen. Hier die markantesten Daten:

  • 1627: Die sogenannten Paulaner wurden von Kurfürst Maximilian I. in das »Kloster Neudeck ob der Au« berufen.
  • 1634: Spätestens in diesem Jahr begannen die Paulaner Mönche mit dem Bierbrauen.
  • 1751: Ein kurfürstliches Mandat erlaubte endlich ausdrücklich den öffentlichen Bierausschank am Festtag des Ordensgründers des hl. Franz von Paula, am 2. April.
  • 1799: Das Kloster wurde am 23. Juli 1799 aufgelöst.
  • 1806: Der Braumeister Franz Xaver Zacherl übernahm vorerst pachtweise das Klosterbrauhaus. Sieben Jahre später kaufte er das gesamte Areal. Er setzte die Tradition des »Heilig-Vater-Bier-Ausschankes« fort.
  • 1944: Vollständige Zerstörung durch einen Bombenangriff.
  • 1944-1950: Wiederaufbau des Salvatorkellers.
  • 1950: Die erste Salvatorprobe nach dem Zweiten Weltkrieg fand am 10. Februar 1950 statt.
  • 1994: Umbenennung des »Salvator-Kellers« in »Paulaner-Keller« durch die Paulaner Brauerei.
  • 1999: In der Nacht zum 28. November wurden die Säle und die Wirtsräume des damaligen »Paulaner-Kellers« bei einem Großbrand zerstört.
  • 2003: Im März wird der neu erbaute »Paulaner am Nockherberg« eröffnet und das traditionelle Starkbierfest findet wieder für 17 Tage im »Paulaner Festsaal« statt.

Im Anschluss an die „charmant-launige“ Lesung verriet uns Peter Pongratz in einem Dialog mit der Club-Präsidentin Monika Oberndorfer – mal lässig auf einem Hocker sitzend, mal an einen Stehtisch gelehnt – und mit einem tönernen Maßkrug vor sich (ob da wirklich Starkbier drin war?) Details seines umtriebigen und für die Zuhörer spannenden Wirtelebens. Angefangen von der Schulzeit auf dem Überreiter-Gymnasium und der Hotelfachschule in Bad Reichenhall über verschiedene Stationen wie beispielsweise dem Forsthaus Wörnbrunn, der Tenne in Kitzbühel und dem Spöckmeier am Marienplatz bis hin zum Paulaner am Nockherberg. Und damit war es immer noch nicht genug, Peter Pongratz ist und bleibt auch noch Wies’n-Wirt im Winzerer Fähndl und Inhaber der Grünwalder Einkehr.

Bei der Aufzählung seiner Stationen leuchteten die Augen des Peter Pongratz und jeder im Saal war überzeugt, dass der bald Siebzigjährige noch lange nicht in den Ruhestand wechseln wird.

Bei den bekannt schmackhaften Speisen des Paulaner am Nockherberg und der nicht zuletzt aufgrund des eingangs erwähnten Alkoholgehaltes des Salvators angeregten Gespräche endete der letzte Club-Abend auf dem Nockherberg – mit viel Nostalgie und besten Erinnerungen unserer Schweizer und Deutschen Mitglieder und Freunden.

SH

Aschermittwochs-Fischessen 2017 im Restaurant „Pescheria“

Dieses Jahr führte der Weg zum traditionellen Aschermittwochs-Fischessen des SDWM in die Fraunhoferstraße 13, ins Restaurant „Pescheria“, welches seit 2012 mit dem Anspruch „Das Mittelmeer nach München holen“ südländische Fischgerichte und eine schöne Auswahl an internationalen Weinen anbietet.

Steigt man die zwei Stufen ins Lokal hinauf, fällt einem als erstes die große Vitrine auf, in welcher auf Eis das liegt, was später dann auf den Teller kommt: frischer Fisch und Meeresfrüchte aus dem Mittelmeer. An dieser Auslage mussten die zahlreichen SDWM Mitglieder und Gäste vorbei, die der Einladung dieses Jahr gefolgt waren. Für alle Fischliebhaber natürlich eine herrliche Einstimmung auf den Abend.

Bei einem kühlen Glas Crémant de Loire und vielen guten Gesprächen füllte sich der hintere Teil des Restaurants schnell und mit dem Aufruf „Lassen Sie den Fisch schwimmen!“ krönte unsere Vorstandvorsitzende Monika Oberdorfer ihre kurze Begrüßungsansprache.

So konnte die Hummerbisque mit Scampi im Speckmantel das Menü eröffnen, gefolgt von einem feinen Schwertfischcarpaccio mit Artischockensalat und Granatapfel.

Die beiden Schiefertafeln an den Wänden – statt Menükarten auf dem Tisch – verhießen mit der Hauptspeise Seeteufel in Safransud und Cime di Rapa einen besonderen Gaumenschmaus – und die Gäste wurden sicher nicht enttäuscht, der Fisch war hervorragend.

Wie immer bei den Clubtreffen war die Stimmung gelöst und die Gespräche an den Tischen angeregt und heiter. So konnten sich die Gäste ein Bild über unseren Wirtschafts-Club machen. Es wurden ebenso Fachgespräche mit dem Schweizer Generalkonsul Markus Thür und Herrn Konsul Frank Nohl geführt als auch Small Talk u.a. unter Juristen und Bankern, Geschäftsführern a.D. und Start-up Unternehmern, Medizinern und Mitgliedern gar anderer Institutionen – beim Netzwerken kennen wir keine Grenzen….

Gestärkt mit einer süßen Orangentarte mit Mandelkrokant und einem Espresso ging wieder ein geselliger Abend zu Ende – mit bestimmt ein paar Inspirationen für das nächste Treffen.

Thomas Berger

 

12. Januar 2017: Vorstellung neuer Mitglieder

Am 12.01.2017 fanden sich mehrheitlich die Mitglieder des SDWM zur jährlichen Vorstellungsrunde der neuen Mitglieder im Kaminzimmer des Paulaner am Nockherberg ein. Nicht alle der über zehn neuen Mitglieder konnten anwesend sein, aber 5 spannende Persönlichkeiten haben sich vorgestellt.

Dank Herrn Peter Jakob konnten wir 2016 eine tolle Führung inkl. Vortrag des Redaktionsleiters Herrn Max Stocker, B5 aktuell, im Bayerischen Rundfunk erleben… und da wir wohl einen guten Eindruck hinterlassen haben, entschied sich Herr Jakob nach ein paar Gastbesuchen für eine Mitgliedschaft im SDWM – ist doch der Bezug zur Schweiz eindeutig gegeben: Er kommt aus der “fränkischen” Schweiz, vermarktet aber jetzt als Verkaufsdirektor der BR-Media auch die Geschäfte mit der Schweiz. Wer hätte gedacht, dass Herr Jakob zuvor nicht nur im Rundfunkbereich tätig war, sondern auch beim Marktführer für Schulterpolster in Nordbayern und von dort die weite Welt eroberte? 3 Kinder, Fan des FC Bayern München, aufgeschlossen für Neues – so bietet er den Clubmitgliedern an: “Nutzen Sie mich!” – ich bin mir sicher, der ein oder andere wird gerne darauf zurückkommen!

Schon seit einigen Jahren war Christoph Möslein als Vertreter der Kanzlei Peters, Schönberger und Partner im Club bekannt. Doch Christoph Möslein wechselte seinen Arbeitgeber und ist nun als Steuerberater, naja, eigentlich für zwei Arbeitgeber tätig: selbständig in seiner eigenen Kanzlei im Landkreis Rosenheim, und als Partner bei der PULSAR Tax GmbH Steuerberatungsgesellschaft in München. Christoph Möslein, verheiratet und Papa von 3 erwachsenen Kindern, genießt es, nun sein eigener Herr zu sein und sich somit ausschließlich seinen Spezialthemen Internationales Steuerrecht, Tax Compliance und mit Vorliebe dem Zusammenwachsen der digitalen Welt und der Steuer-Welt zu widmen.

Ursula Rothenbühler ist gebürtige Luzernerin, aber letztlich in Zürich sesshaft geworden. In der Genossenschaft MIGROS Zürich war Ursula Rothenbühler über 30 Jahre lang im Marketing, Kommunikation und rund 15 Jahre noch für den Konsumentendienst als Chefin tätig. Die Migros hat auch ihre Fühler nach München ausgestreckt und ist am Thai-Take-Away KAIMUC beteiligt und betreibt die Fitness Studios ELEMENTS. Ursula Rothenbühlers Liebe zu München ist aber nicht nur der MIGROS zu verdanken, sondern auch seit über 25 Jahren ihrem Lebensgefährten Hans-Georg. Golfen, Berge und die Musik – da sind die beiden in ihrer Freizeit zu Hause.

“Da klingt wieder was in mir” – so verspürte Frau Dr. Barbara Schweyer die Nachricht Ihres Mannes, Dr. Stefan Schweyer, über die Existenz des Schweizerisch-Deutschen Wirtschaftsclub e.V., München. 1971 begann Frau Dr. Schweyer ihr Studium an der HSG St. Gallen zum Oekonomie – Lizenziat mit dem Schwerpunkt Recht. Das “Schwizerdütsch” erlernte sie sowohl in St. Gallen als auch bei der Kreditanstalt im Praktikum in Zürich: Züri-Dütsch und St. Galler Dütsch par excellence. Ihre Dissertation über eine Frage der Schiedsgerichtsbarkeit im Patentrecht in mehreren europäischen Ländern führte an der Hochschule St. Gallen zum Dr. oec. Die Liebe gab dann den Ausschlag, in München sesshaft zu werden – und wie sollte es anders sein: genau, 3 erwachsene Kinder!

Passend zu den Feierlichkeiten des 40-Jährigen Clubjubiläums im Juli 2016 war nicht nur Frau Botschafterin Christine Schraner-Burgener vor Ort, sondern es begann auch die Ära des neuen Generalkonsuls Markus Thür in München. Seit 1992 ist Generalkonsul Markus Thür im Departement für Auswärtige Angelegenheiten tätig. Auf seiner Ausbildungsmission in Sao Paulo lernte er seine Gattin Jucara kennen und die beiden Kinder erblickten dann in Frankreich und Costa Rica das Licht der Welt. USA und der Senegal waren weitere Stationen, bevor Generalkonsul Markus Thür 8 Jahre Diplomatie von Bern aus betrieb und wir freuen uns sehr, dass wir mit ihm einen tatkräftigen und wirtschaftlich sehr interessierten “Postenchef” in München haben und dank seines Amtes einen motivierten Vorstandskollegen im Schweizerisch-Deutschen Wirtschaftsclub e.V., München.

… und schon während des Abends wurde der nächste Firmenantrag abgegeben – wir freuen uns über viele weitere spannende Kontakte.

Monika Oberndorfer