Grußwort der Botschafterin

Liebe Mitglieder,

liebe Freunde des Schweizerisch-Deutschen Wirtschaftsclub e.V., München,

BERNE 17.08.2015 - Christine Schraner Burgener. © Béatrice Devènes

BERNE 17.08.2015 – Christine Schraner Burgener. © Béatrice Devènes

sehr gerne bin ich heute Ihrer Einladung zum 40-jährigen Bestehen des Münchener SDW gefolgt. Ohne eine erfolgreiche Förderung der wirtschaftlichen Beziehungen unserer beiden Länder, das Hauptziel des Vereins, wäre dieses Jubiläum gar nicht erreicht worden. Auch nicht ohne ein intensives Engagement der vielen Menschen, die den Club auf dieser langen Wegstrecke getragen haben. In dieser Zeit ist ein lebendiges, solides, bi-nationales Netzwerk an geschäftlichen und privaten Beziehungen entstanden.

Die Anziehungskraft des Clubs schlägt sich auch in einer stetig steigenden Zahl von Mitgliedern nieder. Die regelmäßigen, thematisch anspruchsvollen Club- Veranstaltungen mit namhaften Referenten und weitere Aktivitäten wie Firmenbesuche, Reisen und kulturelle Events werden gut angenommen und ziehen auch viele Gäste an, die sich oft dem Verein später auch als neue Mitglieder anschließen. Ein vitales, aktives Clubleben also, dessen Aktivitäten auch von anderen Schweizer Institutionen in München geschätzt und unterstützt werden.

Schweizer fühlen sich gut aufgehoben und repräsentiert, deutsche Unternehmer können erste Kontakte zur Schweiz aufnehmen. Es kommt zu wirtschaftlichen Impulsen und Anregungen vielfältiger Art. Mehr kann ich mir als offizielle Vertreterin der Schweiz nicht wünschen. Deshalb bin ich auch sehr zuversichtlich aus München weiterhin gute schweizerisch-deutsche Nachrichten zu erhalten und freue mich bei Gelegenheit wieder einmal vorbei zu schauen.

Mit besten Wünschen
Christine Schraner Burgener

SDW

Der Schweizerisch-Deutsche Wirtschaftsclub e. V. fördert die wirtschaftlichen Beziehungen und den Erfahrungsaustausch sowohl der Mitglieder des Vereins untereinander als auch mit anderen Vereinigungen ähnlicher Zielsetzung zwischen der Schweiz und der Bundesrepublik Deutschland. Neben Vorträgen, Diskussionen und sonstigen Veranstaltungen organisiert der SDW München Kontakte zur Presse, zu Behörden und Verbänden und Vereinigungen der Wirtschaft sowohl in der Schweiz als auch in der Bundesrepublik Deutschland.

Künftige Veranstaltungen

26. Februar 2019
Vortrag Carsten Schlufter zum Thema “Wie sinnvoll ist die deutsche Energiepolitik? Eine Sichtweise aus dem Ausland.”

6. März 2019
Aschermittwoch – traditionelles Fischessen im Restaurant “Vinaiolo”

3. – 6. Oktober 2019
Reise in die Schweiz

10. Januar 2019 – Ausstellung „Strandgut“ von Sven Hartmann im Museum „Reich der Kristalle“

 

Über 30 Mitglieder und Gäste wollten sich diese Verbindung von Kunst mit Wissenschaft nicht entgehen lassen.

Unsere frisch von einem Vietnam-Urlaub zurückgekehrte Clubpräsidentin Monika Oberndorfer begrüßte uns in ihrer üblichen charmanten Art und präsentierte eine von dort mitgebrachte „Muschel“, die doch prima zum Ausstellungsplakat passe. Da hatte sie aber die Rechnung ohne den Hausherrn Dr. Rupert Hochleitner gemacht, seines Zeichens Diplom-Mineraloge, der darauf hinwies, dass es sich bei dem Meerestier auf dem Plakat wie auch dem Mitbringsel um eine Schnecke und mitnichten eine Muschel handele.

Wir erfuhren dann von ihm, was es mit dem Museum auf sich hat. Bereits die alten Römer hätten Mineralogie betrieben und beim Anblick von Mineralen gefragt: Was habe ich da? Wie entsteht es? Was kann ich damit machen? In späterer Zeit sei die Frage hinzugekommen „Wie kann ich es nachmachen?“ Wie er zu seinem Beruf gekommen sei, wollte Monika Oberndorfer wissen. Schon seine Großmutter habe Steinchen in einer Vitrine gehabt und behauptet, sie habe Achate beim Spielen im Sandkasten gefunden, das sei jedoch sicher nur eine tolle Story und könne nicht stimmen. Sein Interesse sei aber damit geweckt gewesen.

Wie kam es nun zur Verknüpfung von Kunst und Wissenschaft? Kunstausstellungen gibt es im Museum öfters und hier bot sich eine Gemeinschaftsausstellung an, denn bei den von Sven Hartmann unter dem Titel „Strandgut“ dargestellten Schnecken und Muscheln handelt es sich um nichts anderes als Biominerale.

Der Künstler und sein Werdegang wurden uns von der dazu berufenen Person vorgestellt, nämlich seiner Gattin und Agentin Iris Madl. Geboren ist er 1943 im Tessin und angefangen hat er als Schaufenstergestalter. Über die Filmausstattung fand er den Weg zur Kunst, die er viele Jahre lang in Zürich und Basel unterrichtete. Geradezu berühmt wurde er mit seinen Kater-Jacob-Cartoons; das erste stammt aus 1970. Auch heute noch gibt es Kater-Jacob-Kalender und –Bücher.

In der Ausstellung durften daher einige Kater-Jacob-Bilder, die als Schauplatz den Strand haben, nicht fehlen. Doch die Hauptmotive sind Schnecken und Muscheln, die in den unterschiedlichsten Varianten dargestellt werden. Besonders eindrucksvoll war das gleich zu Beginn unter dem Thema „Das Gleiche ist nicht das Gleiche“ zu bewundern. Sven Hartmann selbst erläuterte uns eine Reihe von Bildern einer Schnecke – alle in der gleichen Größe und mit dem gleichen Motiv und doch höchst unterschiedlich in der Farbgebung, der Helligkeit und den Kontrasten. Nachdem er uns durch die ganze Ausstellung geführt hatte, stand genug Zeit für einen erneuten Rundgang auf eigene Faust zur Verfügung, um sich die unwillkürlich gewählten Favoriten noch einmal genauer anzusehen.

Es blieb noch, dem Hausherrn Dr. Rupert Hochleitner sowie dem Künstler Sven Hartmann und seiner Frau Iris Madl zu danken. Anschließend fand der Abend einen gemütlichen Ausklang im Restaurant Tresznjewski.

12. November 2018 – Zürich – München: ein „charmanter“ Städtevergleich

 

Im neu gestalteten PresseClub München e.V. mit direktem Blick auf das Münchner Rathaus – genauer gesagt auf Augenhöhe mit dem FC Bayern München bei den letztjährigen Meisterfeiern – gab es einen charmanten Vergleich der Städte Zürich und München mit hervorragender Verpflegung vom Restaurant DONISL. Vorstandsmitglied Peter Jakob (Verkaufsdirektor der BR-Medien von der BRmedia GmbH) eröffnete die Bühne für drei „charmante“ Damen: Frau Anna Schindler, Direktorin Stadtentwicklung Zürich und Frau Professor Merk, Stadtbaurätin der Landeshauptstadt München und als Moderatorin die Vorsitzende des Vorstands des SDWM, Monika Oberndorfer. So ging es gleich zur Sache: die politischen Unterschiede und die „charmante“ direkte Demokratie in der Schweiz, ein wesentlicher Bestandteil für die Gesetzgebung bei den Eidgenossen. Wohnungs- und Baupolitik, Stadtbild und Denkmalschutz, Transport und Logistik, Naturschutz in den Städten, Tourismus und Wirtschaft, die Start-Up-Szene, Smart City und die Frage: wie leben wir 2050?

All das in einer Stunde – es war kurzweilig und auch sehr erkenntnisreich: hätten SIE gewusst, dass Zürich momentan einen Altersdurchschnitt der Bevölkerung von rund 38 Jahren hat? Dass derzeit neue Schulen dringend gebaut werden müssen? Dass Frau Schindler’s persönlicher Wunsch der Zuzug eines weiteren großen internationalen Konzerns nach Zürich wäre und Frau Prof. Merk von einer Seilbahn für München träumt?

Nach weiteren intensiven Gesprächen zwischen den Beteiligten und den Gästen nach der offiziellen Podiumsdiskussion und gestärkt mit bayerischen Spezialitäten aus dem DONISL sind sich alle einig:

Alles in allem: ein sehr „charmanter“ Abend!

9. Oktober 2018 – Vortrag „Franz Xaver Schweyer – der Mann, der Adolf Hitler ausweisen wollte“

Am 09.10.2018 begrüßte unsere Vorstandsvorsitzende, Monika Oberndorfer, die Gäste in einem wunderschönen Nebenraum der Traditionsgaststätte „Donisl“ zur heutigen Veranstaltung. Unser Mitglied, Frau Dr. Barbara Schweyer hielt einen faszinierenden und tief beeindruckenden Vortrag zum Thema „Franz Xaver Schweyer – der Mann, der Adolf Hitler ausweisen wollte“. Nachdem der Vortrag eine knappe Stunde dauerte, werden in unserem Bericht nur Passagen des Vortrages ausgeführt, was einvernehmlich mit Frau Dr. Schweyer abgestimmt wurde.

Der Vortrag war in drei Abschnitte aufgeteilt. Teil 1: Lebensdaten und Fakten, Teil 2: Persönlichkeit Franz Xaver Schweyer und Teil 3: Würdigung.

Teil 1: Lebensdaten und Fakten
F.X. Schweyer wurde am 26.08.1868 in Osterzell bei Kaufbeuren im Landkreis Oberbayern geboren. Er hatte acht weitere Geschwister. Nach seinem Abitur 1889 studierte er in München Staatswirtschaft und Rechtswissenschaften. 1899 heiratet er die 31-jährige Anna Köck auf der Familie Wagner-Bräu. Aus der Ehe entstammten vier Söhne, die alle Juristen wurden. Ab 1900 war F.X. Schweyer als Bezirksamtsassessor in Haßfurt und ab 1909 als Bezirksamtmann in Marktoberdorf tätig. Schnell nahm er das Amt des Ministerialrats ein. Im Sommer 1921 wird er Innenminister. In dieser Phase findet eine Zunahme der antisemitischen Hetze statt.

Im März 1922 beantragte F.X. Schweyer den in Braunau (Österreich) geborenen Hitler als unerwünschten Ausländer in sein Heimatland auszuweisen. Offiziell galt Hitler als staatenlos, obwohl er in Österreich geboren war. Eberhard Auer von der SPD verhinderte die Abschiebung, da diese den demokratischen und freiheitlichen Grundsätzen nicht entsprechen würde. In der Folgezeit kam es immer wieder zu Konfrontationen zwischen dem Innenministerium sowie Hitler und seinen Gefolgsleuten. Dabei gerät F.X. Schweyer immer mehr in die Isolation. Am 02.07.1924 wurde er dann in den Ruhestand versetzt und kehrt nicht mehr ins Ministerium zurück. Später war er in der Wirtschaft tätig, u.a. als Vorstand der Bayern-Werk AG und anderen maßgeblichen Ämtern.

In der Zeit zwischen 1921 und 1924 war die Ideologie des Nationalsozialismus auf dem Vormarsch. Dies drückte sich u.a. im Zuwachs der Stimmen bei den Wahlen aus. Bundesweit vereinten die Nationalsozialisten 18 % der Stimmen (vorher 3 %), in Bayern sogar 33 %. Im Jahr 1933 kommt es dann zur Machtübernahme. Der Bayerische Ministerpräsident Held wird abgesetzt. F.X. Schweyer tauchte zunächst unter, wurde dann aber im Juli 1933 verhaftet und nach Stadelheim gebracht. Während seiner Haft traten gesundheitliche Probleme auf. F.X. Schweyer hat ein Nierenleiden. Dazu kam ein Schlaganfall. Dies bewog die Nazi-Regierung, ihn aus der Haft zu entlassen, da das Regime nicht wollte, dass er in der Haft stirbt. Am 10.11.1935 stirbt F.X. Schweyer an den Folgen des Schlaganfalls.

Teil 2: Persönlichkeit Franz Xaver Schweyer
Im 1. Weltkrieg oblag F.X. Schweyer hauptsächlich die Fürsorge für Kriegsopfer. Aber auch sonst hat er sich sehr stark katholisch-christlichen Vereinigungen zugewandt. Dafür erhielt er viele Auszeichnungen. Den Sozialisten stand er ablehnend gegenüber. Dies spiegelt sich auch im Titel seiner Doktor-Arbeit wider. Der Arbeitstitel lautete: „Verteidigung der Rechtssicherheit“.
1920 kam F.X. Schweyer aus Berlin zurück. In der Folgezeit beobachtete er die Gefahren, die von den rechten und linken Lagern ausgingen. Insofern war ihm die Polizeihoheit in Bayern sehr wichtig, was ihm auch bis 1924 gelang.

Teil 3: Würdigung der Person F.X. Schweyer:
Die nationale als auch die internationale Presse sowie Würdenträger würdigten die Person F.X. Schweyer wie folgt:

Münchener Post:
Er war der einzige Warner gegen die Hitler-Bewegung.

Luzerner Tagblatt:
Hochachtung für die stürmische bayerische Politik.

Bischof Zardar:
Unbedingte Verpflichtung gegenüber Gott und ein Vorbild im Glauben.

Theo Weigl:
Die Unbeugsamkeit von F.X. Schweyer wurde nicht ausreichend gewürdigt. Insbesondere der Mut, mit dem er Hitler entgegengetreten ist. Hätte es mehrere solcher Menschen gegeben, wäre dem Volk viel erspart geblieben. Schweyer ist ein Vorbild für kommende Generationen!

Der Vortrag endete mit den Worten von F.X. Schweyer: „Das walte Gott“.

Es war ein Vortrag der unter die Haut ging und die anwesenden Gäste in seinen Bann zog. Herzlichen Dank an Frau Dr. Schweyer für diesen fesselnden und emotionalen Vortrag.

Vorstand Berthold Bartsch

19. September 2018 – Baustellenbesichtigung Erdinger Ringschluss

hier: Neufahrner Kurve

Bei herrlichem Sonnenschein besuchte die Kleingruppe heute gegen 15.00 h die sich derzeit im Bau befindliche Baustelle „Neufahrner Kurve“ der Deutschen Bahn. Begrüßt wurden wir vom Leiter der Bauüberwachung, Herrn Christian Sigl und seinen Kollegen und Kolleginnen.

Zur Einführung wurde uns das Projekt von Herrn Sigl mittels einer Präsentation vorgestellt, bevor es mit Warnwesten und festen Schuhen auf den Rundgang ging. Unter kundiger Führung von Herrn Sigl wurde uns alles anschaulich und ausführlich erklärt. Der Bauüberwachung gebührt daher unsere höchste Anerkennung für den sehr lehrreichen Nachmittag.

Die Neufahrner Kurve ist Bestandteil des Projekts „Erdinger Ringschluss“ und des Bahnknotenkonzepts des Freistaates Bayern. Möchten Bahnreisende heute aus Nordostbayern zum Münchner Flughafen fahren, steigen sie in der Regel in Freising um und fahren mit einem Bus weiter. Mit dem Bau der Neufahrner Kurve werden die Voraussetzungen geschaffen, um von Ostbayern zukünftig umsteigefrei und schneller als bisher zum Flughafen zu gelangen.

Dazu wird bei Neufahrn bei Freising, nördlich von München, eine zweigleise elektrifizierte Neubaustrecke als Verbindungskurve zwischen der Strecke München – Regensburg und der S-Bahn-Strecke Neufahrn – München-Flughafen errichtet. Nach Abschluss der bauvorbereitenden Maßnahmen starteten Anfang Oktober 2014 die Bauarbeiten. Die Inbetriebnahme ist zum Fahrplanwechsel 2018 geplant.

Die zweigleisige elektrifizierte Verbindungskurve ist 2,3 Kilometer lang und verläuft in Hochlage auf einem Damm. Sie fädelt jeweils mittig in die Bestandsstrecken ein, deren Verlauf dafür jedoch angepasst werden muss: Jeweils ein Gleis der bestehenden Strecken wird um ca. 15 Meter verschoben. Man spricht in diesem Zusammenhang auch von einer „Aufweitung“ der Bestandsstrecken. Das rechte Gleis der Strecke Neufahrn – Flughafen ist seit Ende Mai 2015 in neuer Lage in Betrieb. Das rechte Gleis der Strecke München – Regensburg, das Gleis Neufahrn – Freising, wird ebenfalls um 15 Meter verschoben, zusätzlich um 3,70 Meter abgesenkt und in einem sogenannten Trog entlanggeführt. So kann zum einem die Bauwerkshöhe der Neufahrner Kurve minimiert werden; zum anderen schützt der Trog das Gleis vor dem Grundwasser, das hier sehr hoch steht.

Die Neufahrner Kurve wird im Süden über das Gleis Flughafen – Neufahrn und die Autobahn A92 hinweg geführt – dies bezeichnet man auch als „höhenfreie Querung“. Dafür werden ein Rampenbauwerk und eine 183 Meter lange Eisenbahnbrücke errichtet. Anschließend verläuft die Verbindungskurve auf dem ca. 12 Meter hohen Damm Richtung Norden, bis sie ebenfalls höhenfrei die verlegte Verbindungsstraße zwischen den Gemeinden Moosmühle und Mintraching sowie das Gleis Neufahrn – Freising (in Troglage) quert. Die Neufahrner Kurve wird anschließend mit einem Rampenbauwerk wieder bis auf die Höhenlage der bestehenden Trasse geführt.

18. Juli 2018 – Sommerfest in der Grünwalder Einkehr

Nach der einstündigen Mitgliederversammlung mit Neuwahlen der Vorstände des SDWM war ab 19.00 Uhr der Apéro im Garten der Grünwalder Einkehr angesagt. Bei der Wärme wirkte der gereichte Champagner sehr erfrischend. Kurz vor 20.00 Uhr wurde in den Saal gebeten, wo die eigentliche Feierlichkeit vorgesehen war.

Ersatzmitglied a.D. Rolf Bühler begrüßte zunächst die „Musik“ mit den drei Herren Louis, Walter und Fabrizio aus Sizilien. Es erfolgte der vertrauliche Hinweis, dass der letztjährige Nikolaus mit Schweizer Wurzeln ihm eingeflüstert hätte, dass ein Tanzbein zu schwingen nicht das Schlechteste wäre.
Die wiedergewählten „Präsidentin“ namens Monika Oberndorfer ergriff nunmehr das Wort und huldigte den bisherigen aber jetzt ausgeschiedenen Vorstandmitgliedern für ihre Arbeit im Vorstand. Rolf Bühler dankte sie für sein Sponsoring. Der nächst Dank ging an Stefan Hansen für sein kulinarisches Wissen und als „FC Bayern-Terminkalender“. Ein kleiner Seitenhieb an den Banker Stefan blieb nicht aus, dem die zuletzt durchgeführte Schweiz-Reise zu teuer war. Bei Vielflieger und Demokrat Johann Walter bedankte sich unsere Vorstandsvorsitzende ebenso wie bei Julia Pascher für die Unterstützung bei der Sommerfestplanung und die unvergessenen Lösungen zu den SDW-Themen mittels „Golf mit Rolf“. Auch für Thomas Berger hielt unsere Präsidentin ein Dankeschön bereit und zeigte Verständnis für seinen Rücktritt aufgrund seines Hauses auf Sardinien. Der letzte Dank in dieser Runde ging an Generalkonsul Markus Thür für seine Leistung als Diplomat und Netzwerker im Interesse des Vereins.

In der nächsten Danksagungsrunde sparte Monika Oberndorfer die Kassenprüfer nicht aus, die für zwei weitere Jahre für das Amt erneut zur Verfügung stehen. Ebenso wurde Gerhard Wüst für seine brillante Zahlenaufbereitung gedankt. Last but not least ging ein großer Dank an Simone Helbig, die vorübergehend ihre Geschäftsstelle nach Kroatien verlegt hatte um von dort aus das Sommerfest unseres Vereins zu organisieren.
Mit einem schönen Start in den Abend beendete unsere Monika Oberndorfer den ersten offiziellen Teil. Herr Kratzer, Vorstandsvorsitzender a.D. des SDWM, ließ es sich nicht nehmen unserer Vorsitzenden für die bisher geleistete Arbeit zu danken, die den Club fest im Griff habe und ebenso für zwei weitere Jahre das Ehrenamt ausfüllen wird.

Die Band „Finality“ überbrückte musikalisch die Zeit zwischen den Gängen mit italienischen Rhythmen. Die Grünwalder Einkehr mit Frau Arabella Pongratz und Ihrer Tochter Ramona Pongratz und Ihrem Team verwöhnten uns mit fast 60 ausgezeichneten und kulinarisch hervorragenden Gerichten.

Im zweiten Teil der offiziellen Ansprachen stellte unsere Präsidentin die neu gewählten Vorstände vor. Rechtsanwalt Thomas Elster, Schweizer, als Ersatz für unsere Vorstandsvorsitzende, Gräfin Sibylle zu Dohna, vorsitzende Richterin des OLG, Ruth Diggelmann von der Deutschen Bahn, die auch als „Feierbiest“ kann, den Banker Berthold Bartsch als Demokraten mit eigener Meinung, Markus Thür als bereits bekannte Größe der Diplomatie, und Peter Jakob vom Bayerischen Rundfunk als Ersatzmitglied mit eigenen Schulterpolstern.

Pünktlich um 21.50 Uhr ergriff der Schweizer Rolf Bühler von der Greater Zurich AG nochmals das Wort zur Begrüßung der neuen Mitglieder. Diese wurden gebeten sich ebenfalls kurz vorzustellen:
Urs Brütsch – Geschäftsführer des Flugplatz Dübendorf AG, sieht sich als Optimist mit dem Leitsatz „wir schaffen das“!

Roland Huber – im Tourismus zu Hause bildet er einen engen Verbund zwischen Graubünden und München und freut sich das es beim SDWM um Menschen geht.

Dr. Hans-Jürgen Kramer – Mediziner und Jurist, folglich Fachanwalt für Medizinrecht, ist im Sternzeichen Schütze. Fährt gerne mit Traktoren spazieren oder umgefallene Bäume aus dem Weg.

Andreas Knospe – Banker bei der UBS, der den „richtungsweisenden Ton“ unserer Präsidentin schon bestens versteht. Mit drei Kindern sieht er kein demografisches Problem und freut sich auf sein Mitwirken in unserem Verein.

Alexander von Stülpnagel – ist zwar pensioniert, arbeitet aber sehr viel als Informatiker. Er legt großen Wert auf den ethischen Umgang mit Daten. Zudem wirkt er in als Vorsitzender der Deutschen Olympischen Gesellschaft in München mit um die olympische Idee weiterzubringen.

Beat Weibel – Patentanwalt und Leiter der Patentabteilung der Siemens AG – begrüßte die Gäste mit seinem schweizerischen Dialekt. Er ließ uns wissen, dass er sich für eine bessere Zugverbindung zwischen Zürich und München einsetzt und ein Fan der direkten Demokratie ist.

Kurz nach 22 Uhr das offizielle Ende mit dem Highlight des Abends – der mit der Präsidentin tanzende Nikolaus. Über den Rest des Abends schweigt des Sängers Höflichkeit.

Und – beim Lesen des Berichtes neugierig geworden, dann freuen wir uns auf Ihren Besuch bei einer unserer nächsten Veranstaltungen.

Berthold Bartsch, Vorstand

17. Juni 2018 – WM-Party

“Der Weg wird kein leichter sein”

Anlässlich der Fußball-Weltmeisterschaft in Russland veranstaltete der SDWM in Zusammenarbeit mit dem Generalkonsulat der Schweiz eine WM-Party auf der Dachterrasse des Konsulates in der Prinzregentenstraße. Am Sonntag, den 17. Juli trugen sowohl die Deutsche als auch die Schweizer Nationalmannschaft Ihr erstes Vorrundenspiel aus und insbesondere bei dem amtierenden Weltmeister waren die Erwartungen an einem erfolgreichen Start in das Turnier hoch.

Zahlreiche Mitglieder und Gäste erschienen bei sonnigem bis leicht bewölktem Himmel auf der Dachterrasse, um sich mit Wasser, Bier und Knabbereien auf das erste Spiel (Deutschland vs. Mexiko) vorzubereiten. Der Grill war auch schon aufgebaut, um in der Halbzeitpause köstliche Bratwürste unterschiedlicher Machart zur Stärkung anzubieten.

Dann ging es zur Übertragung in den ansonsten für Vorträge genutzten Veranstaltungsraum. Was dann auf dem Bildschirm zu sehen war, konnte insbesondere die mit der deutschen Mannschaft sympathisierenden Gäste nicht erfreuen. Mexiko ging in der 1. Halbzeit überraschend aber verdient mit 1:0 in Führung. In der Halbzeit ging es dann am Grill und anschließend auf dem Spielfeld um die Wurst. In Moskau blieb es allerdings bei dem aus deutscher Sicht maximal enttäuschenden Spielstand und die Stimmung unter den deutschen Gästen unseres Anlasses war entsprechend getrübt.

Mit der einen oder anderen Flasche Bier und lebhaften Diskussionen wurde die Pause bis zum Anpfiff des Schweizer Spiels gegen den Rekordweltmeister Brasilien überbrückt. Die Südamerikaner zeigten gleich zu Beginn des Spiels, dass sie gewillt waren, das Spiel zu gewinnen und zogen ein beeindruckendes Kurzpassspiel auf. Folgerichtig ging Brasilien bereits in der 20. Minute mit 1:0 in Führung. In der 2. Halbzeit schafften es die Schweizer dann aber, dem Favoriten Paroli zu bieten und nach einem Eckball konnte schon in der 50. Minute die “Lufthoheit” genutzt und per Kopfball der Ausgleich zum 1:1 erzielt werden. Mit Kampfgeist und Glück überstand die “Nati” die ewig anmutenden 40 Minuten bis zum Abpfiff schadlos.

So endete der Abend halbwegs versöhnlich und man war sich einig, dass der Anlass gelungen war.

© Stefan Hansen

Kochen bei HiPP

HiPP Babynahrung – wer kannte als Kind nicht das Glas, das je nach Alter leckeren Bio-Brei zum Verspeisen bot? Laut Professor Hipp werden heute sogar 25% der verkauften Gläschen weiterhin von ehemaligen Kindern, also von Erwachsenen, konsumiert!

Größtenteils mit dem Zug kommend, so trafen die Mitglieder und deren Begleitung zum Koch-Abend bei unserem Mitglied und Vorsitzenden des Vorstands a.D., Herrn Professor Claus Hipp ein. Im idyllischen Pfaffenhofen an der Ilm steht das Werk, das der Großvater von Prof. Hipp bereits Ende des vorletzten Jahrhunderts gebaut hat. Damals war der Firmenfokus auf der Produktion von Zwieback – bis heute hat sich das Sortiment stark vergrößert.

Prof. Claus Hipp mit Monika Oberndorfer

Prof. Claus Hipp mit Monika Oberndorfer

„Es gibt vieles, was wir noch nicht machen, aber da reden wir nicht drüber“, so Prof. Hipp in den Museumsräumlichkeiten der Firma zwischen der Vorspeise, einem köstlichen Zurek mit Stampfkartoffeln und glasigen Zwiebeln und der Hauptspeise, einem polnischem Bigos. Dass es aber einen Ethik-Management-Code gibt, dass der christliche Glaube sichtbar gelebt wird und dass man sich sowohl um Artenvielfalt aber auch um die Umwelt kümmert, darüber wird gesprochen. So wurde der Versuch gemacht, im Winter die Raumtemperatur um nur 1 Grad zu senken, was bei einer 30 Jährigen Frau mit rund 60kg einen Kalorienverbrauch von 5min Höchstleistungssport ergibt und Heizenergie spart. Kontraproduktiv nur, wenn Azubis mit dem Lift nach unten fahren, um danach im Sport noch leistungsfähig zu sein…

Für die Nachspeise, dem Schmalzgebäck Faworki, durften wir dann in entsprechendem Küchen-Outfit Hand anlegen: den Teig ausrollen, bearbeiten und frittieren. Da blieben dann doch Spuren von Puderzucker rund um die Münder vom Naschen haften…

Als wir zum Schluss alle eine HiPP-Tasche mit diversen HiPP Produkten mitnehmen durften, waren sie wieder da, die Gefühle der Freude, die man aus der Kindheit noch kannte… Herzlichen Dank, Herr Professor Hipp!

© Monika Oberndorfer