09. April 2014: Vortrag von Herrn Klaus Dittrich, Geschäftsführer der Messe München International, zum Thema “Die Messe München auf dem Weg zum Global Player”

Mit Klaus Dittrich, Vorsitzender der Messe München seit 2010, konnte SDW-Präsident Jürgen Schneider auf der Aprilveranstaltung des Clubs im Paulaner am Nockherberg den zahlreich erschienenen Mitgliedern und Gästen einen „bestens vernetzten“ Referenten ankündigen. Eine gute Verdrahtung in alle Himmelsrichtungen sei für das Messegeschäft eine absolut notwendige Voraussetzung, bestätigte Messechef Dittrich, da dieses Business „Kommunikation pur“ sei und sonst nicht gut funktioniere. Ohne jegliche Hilfsmittel der Präsentationstechnik brachte er eindrucksvoll die Bedeutung der Messe München – auch deren weltweite Verflechtungen – spannend und sehr überzeugend, dem Auditorium nahe.
Dittrich machte deutlich, dass der Claim „connecting global competence“, gelebte Wirklichkeit der Messegesellschaft sei. Mit insgesamt rund 40 Messen für Investitionsgüter, Konsumgüter wie die Schmuck- und Uhrenmesse und Neue Technologien wie Electronica und Productronica, sei die Messe München International, an der die Landeshauptstadt und der Freistaat Bayern als Mehrheitsgesellschafter beteiligt sind, eine der weltweit führenden Messegesellschaften. Aktuell veranstalte sie 14 internationale Leitmessen, darunter auch die weltweit größte Baumaschinenmesse, die bauma. Zu dieser weltgrößten Leistungsschau der Baumaschinen kamen im letzten Jahr auch rund 23.000 Schweizer Besucher. Nicht nur Konsul Nohl, der das Schweizerische Generalkonsulat an diesem Abend vertrat, nahm diese Tatsache mit Interesse zur Kenntnis. Dittrich: „von daher sind wir der Schweiz auch freundschaftlich sehr verbunden“. Das unterstreiche auch, dass die Schweiz ein wichtiger Zielmarkt der Messegesellschaft sei.

Aber nicht nur die internationale Bedeutung der Messe München wachse zunehmend. Das zeigten von der Messegesellschaft organisierte Messen in Asien, vor allem China. Auch lokal sei diese ein sehr bedeutender Faktor: Die für den Raum München ausgelöste Kaufkraftwirkung, ermittelt vom Ifo-Wirtschaftsinstitut, bezifferte Dittrich auf rund 2,6 Mrd. Euro pro Jahr. „Die große Chance, eines der modernsten Messegelände der Welt geworden zu sein, verdanken wir dem Umstand, die alten Flächen in der Stadt aufgegeben zu haben“, so Dittrich. Die Neubauten in Riem ermöglichten jetzt schnellere Auf- und Abbauzeiten. Die neuen modular nutzbaren Gebäude, die verkehrsmäßig bestens erschlossen sind, machten auch mehrere Messeveranstaltungen gleichzeitig möglich. Auf dem großzügigen Freigelände könnten jetzt auch Großmessen wie die bauma, die einen Besucherstrom von 550.000 Menschen in einer Woche anziehe, durchgeführt werden.

Das Abendessen wartete schon vor der Tür, aber die Fragen in der lebhaft geführten Diskussionsrunde hörten nicht auf. Nach einem Riesenapplaus für Messechef Dittrich war es dann soweit. Der informelle Teil des Clubabends konnte beginnen.