17. April 2015: Betriebsbesichtigung bei Audi in Ingolstadt

Freitag halb zwei: Michi, ein gut gelaunter Fahrer des Busunternehmens Alpenjäger aus Lenggries, erwartet uns schon am Siegestor. Chefin der Firma Alpenjäger ist übrigens Frau Willibald, eine gebürtige Schweizerin. Wenn das kein gutes Omen bedeutete. Sicher und zügig verlief dann auch die Fahrt nach Ingolstadt.

Pünktlich konnte das vorgesehene Besichtigungsprogramm „Produktion kompakt“ beginnen, bei dem die 25 Teilnehmer in einer Gruppe den gesamten Herstellungsablauf eines Audi A3 hautnah erleben konnten: Im Presswerk spürten wir die Druckkraft der Umformwerkzeuge, im Karosseriebau erlebten wir das faszinierende Ballett der Schweißroboter. Wir lernten Fügetechniken kennen und wurden Zeuge einer “Hochzeit” – wenn in der Endmontage Antriebsplattform und Karosserie zusammengefügt werden. Die Station des Prüfbereichs schloss die eindrucksvolle zweistündige Führung ab. „Ich kam mir zuweilen wie in einem Sciencefiction-Film vor“, beschrieb eine Teilnehmerin ihre persönlichen Eindrücke.

Pro Tag werden in Ingolstadt 2600 Autos produziert. Das sind mehr als 100 Fahrzeuge pro Stunde. Alle 40 Sekunden rollt also ein neuer Audi vom Band. Über 80 Prozent der Arbeiten werden dabei von Robotern erledigt. Sind sie aktiv, dann bewegen sie sich wie Lebewesen. Exakt, auf den Millimeter genau, werden die Teile zusammengefügt. Faszinierend, die Fahrzeuge im Entstehungsprozess an Transportschienen über unseren Köpfen zu sehen! „Dies alles klappt nur“, so unsere Führerin Frau Kuttig, „wenn die Materialien „just in time“ angeliefert werden.“ Dass es funktioniert, davon konnten wir uns überzeugen!

Danach hatten alle richtig Lust auf Gastronomisches. Das edle fine dining Restaurant „Avus“ mit seiner eleganten Atmosphäre und kulinarischen Feinheiten der Extraklasse war der richtige Ort dafür. Hier genossen wir, perfekt zubereitet, ein Drei-Gänge-Menü – Rindercarpaccio, Poulardenbrüstchen und Dessert – und ließen uns von einem aufmerksamen Service verwöhnen.

Stark beeindruckt von dieser hochtechnisierten Roboterarbeitswelt bei Audi in Ingolstadt und der dortigen Erlebnisgastronomie, brachte uns anschließend Michi mit dem Alpenjägerbus präzis und laufruhig wie ein Schweizer Uhrwerk gegen 22 Uhr wieder nach München zurück. Schön war’s.