3. Dezember 2012: Weihnachtsfeier am Chinesischen Turm

Münchens romantischster Weihnachtsmarkt am Chinesischen Turm war dieses Jahr Treffpunkt zu unserer traditionellen Clubweihnachtsfeier. Zu Füßen dieses – neben dem Monopteros – wohl bekanntesten Wahrzeichens des Englischen Gartens genossen wir die adventliche Atmosphäre. Posaunenklänge, Punsch und Glühwein stimmten uns auf den Abend ein.

Anschließend wechselte die fröhliche Feierrunde – über 50 Mitglieder und Gäste waren gekommen – ins dazu gehörige Restaurant, wo uns ein dezent weihnachtlich dekorierter, weitläufiger Raum im neoklassizistischen Stil empfing. Clubpräsident Jürgen Schneider nahm die Gelegenheit wahr, in seiner Begrüßungsrede noch einmal auf das zu Ende gehende ereignisreiche Clubjahr einzugehen. Besonders hob er hervor, dass der Club auch immer mehr jüngere Leute zu seinen Veranstaltungen begrüßen kann. 13 neue Mitglieder und über 120 Gäste im Jahr 2012 sind darüber hinaus stolzer Beleg für eine erfolgreiche Clubarbeit, die in einer Vielzahl von Veranstaltungen und Events ihren Niederschlag fand: Interessante Vorträge zu Themen wie Doppelbesteuerungsabkommen und Ansiedelung in der Schweiz, Selbstpräsentation der Neumitglieder, Firmenbesuch bei Nespresso, Sommerfest auf der Dachterrasse der Bank Donner und Reuschel und eine exklusive Reise in die Ostschweiz – um nur einige der Höhepunkte zu nennen.

Stimmungsvoll unterhalten von barmusikalischen Klängen des Pianisten Helmut Sterr, ließen sich alle das leckere Menü schmecken. Auf der Speisekarte standen Gaumenfreuden wie gebratene Garnelen mit Salat vom Muskatkürbis, Maronenschaumsuppe mit schwarzen Nüssen, wahlweise Lachsforelle, Entenbrust und Kalbsrücken, getoppt von einer warmen Schokoladentarte mit Sauerkirschragout und Passionsfruchtsorbet.

Damit bei all den leiblichen Genüssen der Geist nicht zu kurz kam, wurde die Gangfolge mit Wissenswertem und Unterhaltsamem aufgelockert. Kunsthistorikerin Dr. Sigrid Epp machte mit uns einen virtuellen Rundgang durch den Englischen Garten, der mit einer eindrucksvollen Größe von fast vier Quadratkilometern ein mit höchster Gartenkunst konstruiertes Abbild der Natur darstellt. Geprägt von großzügiger Weite mit ständig wechselnden visuellen Bezügen zu Parkarchitekturen und landschaftlichen Elementen, von tiefen Räumen und vom Wechselspiel zwischen Licht und Schatten gezeichneten Kulissen, ist dieser erste Volksgarten Europas ein Musterbeispiel für den klassischen Landschaftsgarten nach englischem Vorbild. Von Anfang an ein echtes demokratisches Grün, war er als Ausdruck aufklärerischer Ideen für das ganze Volk gedacht. Ein Anspruch, den dieses Stadtparadies auch heute noch, wie die Münchner aus eigenem Erleben wissen, mit Bravour erfüllt.

Nach so viel Wissenswertem stand als Kontrapunkt dann eine lustige unterhaltsame Weihnachtsgeschichte auf dem Programm. Zum richtigen Zeitpunkt, genauer gesagt, zwischen Hauptgang und Dessert, trug uns Ingrid Ruhnke „die Geschichte vom Lametta“ vor, die von den Zuhörern amüsiert aufgenommen wurde. Machte sie doch auch darauf aufmerksam, woran wir bei den Festvorbereitungen unbedingt denken sollten.

Danach wurde noch lange weiter fröhlich geplaudert und geredet. Aber wie immer, wenn man in netter Runde gemütlich zusammensitzt, verging die gemeinsam verbrachte Zeit viel zu schnell. Zum unvermeidlichen Abschied gab es dann noch ein Geschenkpaket vom Gabentisch und die festlich gestimmte Clubrunde zerstreute sich in die vorwinterliche Nacht – sicher nicht ohne den einen oder anderen Gedanken zurück an diesen schönen festlichen Abend.