Schweizer Felchlin Schokolade bei „Clement Chococult“ am 18. Oktober 2017 in Bernried

Der Ausflug des SDWM an den Starnberger See endete bereits am Bahnhof Bernried. Denn just dort hat die Firma Clement Chococult ihre Manufaktur im historischen Bahnhofsgebäude eingerichtet.

Seit 2003 betreibt Franz Clement gemeinsam mit seiner Frau die Schokoladenmanufaktur, erst in Tutzing und ab 2010 als gläsere Manufaktur im alten Bahnhofsgebäude von Bernried. Seit 2014 sind auch die beiden Söhne im Familien-Betrieb aktiv.

Von Anfang an standen die Qualität sowie der außergewöhnliche Geschmack der Schokolade und der Pralinen im Vordergrund. Hier kommt die Firma Max Felchlin AG aus Schwyz im gleichnamigen Schweizer Kanton ins Spiel.

Dem Schokoladen-Endkonsumenten ist der Name selten ein Begriff, denn die Firma hat sich darauf spezialisiert, sogenannte Couvertüre für professionelle Weiterverarbeiter, wie Confiseure, Bäcker, Pâtissiers oder Gastronomie, herzustellen. Dieses und noch viel mehr erfuhren die zahlreich angereisten SDWM Mitglieder bei einem Glas Sekt von Stephan Iten, dem Export Sales Manager Europe von Felchlin und von Hermann Ratzinger, Generalimporteur von Felchlin für u.a. Deutschland. Die Location für den Vortrag über Felchlin war übrigens der Verkaufsraum von Clement Chococult, mit seinen verführerischen Düften von herrlich anmutenden Pralinen in der Auslage. Eine richtige Herausforderung seine Sinne auf den Vortrag zu lenken und nicht nur auf die Pralinen.
Warum Clement und Felchlin Partner wurden liegt am gleichermaßen hohen Qualitätsanspruch an die Grundprodukte. Felchlins Couvertüre ist keine Massenware und mit dem Gewohnten auf dem Markt aufgrund ihres vollmundigen Aromas nicht zu vergleichen. Die Kakaobohnen werden direkt bei ausgewählten Kakaobauern weltweit eingekauft und dabei wird das Augenmerk auf beste Qualität und Nachhaltigkeit gelegt. Damit schafft Felchlin eine direkte faire Handelsbeziehung zu den Kakaobauern und garantiert sich damit langfristig höchste Qualität. Die fermentierten und getrockneten und Bohnen werden in Schwyz dann zu diversen Schokoladen Grundprodukten – eben den Couvertüren – verarbeitet, u.a. auch zu den Grand Cru Produkten, welche die Familie Clement in ihren Kreationen einsetzt.
Ein Highlight des Vortrages war die Verkostung von frischen Kakaobohnen, die Herr Iten vor unseren Augen aus der Kakaoschote löste. Die frische Bohne ist mit einem weißen litschiähnlichen Fruchtfleisch umgeben, welches dem Kakao erst durch die Fermentation und die Trocknung den charakteristischen bitteren Geschmack verleiht.
Insgesamt erfuhren unsere Mitglieder viel über die Kakao- und Schokoladenherstellung – auch dass beim sog. Conchieren länger rühren nicht unbedingt bessere „Schoggi“ hervorbringt.

Die Gruppe wechselte dann in die Produktionsräume der Manufaktur, wo bereits diverse Häppchen und natürlich eine große Auswahl feinster Pralinen auf die Gäste warteten.
Im Gespräch mit Franz Clement und seinen Söhnen, sowie der Vorführung einzelner Herstellungsschritte, wie z.B. des Aufbringens des Schokoüberzugs unter dem Schokobrunnen, konnten die Köstlichkeiten ausführlich probiert und genossen werden.
Viel zu schnell war es leider wieder Zeit, die Heimreise anzutreten. Was von der Veranstaltung bleibt ist zum einen das Bewusstsein, dass sich hinter „Schokolade“ so viel mehr verbirgt und zum anderen die süßen Erinnerungen, die uns sicherlich wieder zu Clement Chococult in Bernried oder München führen werden.

Thomas Berger