12. April 2018 – Vortrag Dr. Hans Weiskopf

Am 12. April 2018 hielt unser Clubmitglied Herr Dr. Hans Weiskopf in der Erkerbar im Hofbräuhaus einen Vortrag zum Thema Digitalisierung. Unsere Präsidentin Monika Oberndorfer stellt den Vortragenden vor und übergab ihm dann das Wort für einen einstündigen Vortrag.

Herr Dr. Weiskopf schilderte seinen beruflichen Werdegang und teilte uns mit, dass er jetzt Rentner mit Lehrauftrag ist. Für ihn ist die Digitalisierung ein gigantisches Thema mit unzähligen Fachausdrücken.

Im Jahre 1780 wurde die Dampfmaschine erfunden und man könnte fast sagen wie eine Dampfwalze rollt die Digitalisierung über uns hinweg. Von der Elektrizität, über die Fließbänder, die Industrialisierung und schließlich Vernetzung der Computer, zu den Robotern. Seit ca. 10 Jahren gibt es die Smartphones, doch ein Leben ohne sie ist für unsere Jugend unvorstellbar. Roboter gibt es nicht nur in der Industrie, nein auch im privaten Bereich sind sie bereits im Einsatz z.B. als Rasenmäher. Vor 3 Jahren konnten wir über den Club bei Audi in Ingolstadt über die Roboterstraßen staunen. Der Industrie kostet ein Roboter pro Stunde 12,00 €, er arbeitet genau, wird nicht müde, ist nie krank und 24 Stunden im Einsatz. In Kliniken können Ärzte dank Robotern Patienten operieren, obwohl sie räumlich hunderte von Kilometern entfernt sind. Jeder von uns möchte die bestmögliche ärztliche Behandlung und auf diese Weise können Fachkapazitäten zum Einsatz kommen, ohne ihre eigene Klinik verlassen zu müssen. Die kleinen Chips werden überall benötigt, ob im VW Golf, der 50 davon in sich verbirgt, die Kassen in den Kaufhäusern oder mittlerweile selbstfahrende Autos. Für die Zukunft sind auch selbstfahrende LKW`s, selbststeuernde Schiffe oder Flugzeuge geplant.

Im Wissenschaftsbereich geht ohne Digitalisierung gar nichts mehr, aber auch für kulturelle Werterhaltung ist sie wichtig. Das Downloaden von Büchern, der 3-D Druck. Spanische Wissenschaftler sind jetzt, dank 3-D Druck, in der Lage die menschliche Haut nachzubilden um so Brandopfern helfen zu können. Auch in der Orthopädie ist sie nicht mehr wegzudenken. Hier stehen wir noch am Anfang und es bleibt spannend, was noch alles kommen wird.

Ein weiterer Themenpunkt sind die Drohnen. Einerseits ein Nutzen für die Gesellschaft, z. B. beim Einsatz von Waldbränden für die Feuerwehr oder bei der Polizei. In der Landwirtschaft haben sich Bauern mit Drohnen ausgestattet, um ihre Felder schneller von oben kontrollieren zu können, z. B. über den aktuellen Unkrautbefall. Im privaten Bereich kann das SmartHome unsere Wohnung und im öffentlichen Bereich das SmartCity den aufkommenden Verkehr überwachen. Ohne Big Dater wäre die Wettervorhersage oder das CPS nicht möglich. Besonders Länder wie die USA, Japan oder China sind uns hier weit voraus. Andererseits kann hier auch manipuliert werden und das erfahren wir ja immer öfter aus der Presse.

Begriffe wie die erweiterte Realität (Anleitung über eine Brille zum Aufbau von technischen Geräten oder Reisen durch die Welt) oder die künstliche Intelligenz, Roboter die Situationen selbständig erfassen und angemessen lösen und selbstlernende Computer werden uns künftig begleiten.

Die Digitalisierung gibt uns Chancen, birgt aber auch Risiken. Das Sozialverhalten und die Psyche der Menschen ändert sich. Die Fähigkeit, auf andere Menschen einzugehen, ist in den USA, laut einer Studie,  bereits um 40 % zurückgegangen. Wir dürfen nicht zu einer kalten Gesellschaft werden. Wir sollten die Vorteile nutzen, uns wohlwollend für das Neue interessieren, die Chancen erkennen, aber nicht in Fallen tappen.

Nichts kann das persönliche Gespräch ersetzen, eine Grundlage unseres Clubs; Menschlichkeit, Wärme und Solidarität.

Unsere Präsidentin bedankt sich im Namen aller für den informativen Vortrag und eine angeregte Diskussion schließt den Vortrag ab.

 

Monika Oberndorfer