22. September 2014: Vortrag von Dr. Felix Breuer zum Thema „Family Offices – Mythos mit Zukunft“

Waren Sie dabei? Wenn nicht, haben Sie was verpasst! Gleich die erste Veranstaltung des SDW München nach der Sommerpause hatte großen Zulauf. Fast 60 am Thema „Family Office“ Interessierte waren in die repräsentativen Räume der Münchner Niederlassung der Bank Vontobel im Alten Hof gekommen, um sich den Mythos Family Office erklären zu lassen.

Vontobel ist eine international ausgerichtete Schweizer Privatbank mit Sitz in Zürich – 1924 gegründet, feiert im November diesen Jahres 90-jähriges Bestehen. Noch etwas älter ist der Gründersohn und aktive Ehrenpräsident, Dr. Hans Vontobel, der im Dezember 98 Jahre alt wird. Vontobel ist börsennotiert, rd. ein Drittel der Aktien ist breit gestreut, zwei Drittel sind im Familienbesitz. Die Bank unterhält eigene Stiftungen und fördert zahlreiche karitative und kulturelle Institutionen, in München beispielsweise die Junge Münchner Philharmonie und das PIN-Fest der Pinakothek der Moderne. Vontobel beschäftigt weltweit rund 1400 Mitarbeitende und ist seit Juli 2002 bereits am Standort München, Hauptsitz der Niederlassungen in Deutschland, vertreten.
Claudia Dittmar, stellvertretende Vorstandsvorsitzende des SDWM und seit Mai 2014 Direktorin bei Vontobel im Private Banking in der Münchner Filiale, übernahm an diesem Abend die Rolle der Gastgeberin und führte souverän durch das Programm. Nach Grußworten des Vorstandssprechers Dr. Bernd Heye und des Niederlassungsleiters Dr. Joachim Storck, eröffnete uns Referent Dr. Felix Breuer, seit 2006 Geschäftsführer des Bayerischen Finanz Zentrum, einen tieferen Einblick in die sonst eher verborgene Welt der Family Offices.

„Mit steigenden Privatvermögen in Europa, die zu komplexeren Vermögensstrukturen führen, kommt es zu einem zunehmenden Bedarf an professioneller Unterstützung bei der Vermögensverwaltung. Damit wächst auch der Markt der Family Offices, die sich inzwischen zu einem integralen Bestandteil der Finanzdienstleistungsbranche entwickelt haben“, erläuterte Breuer die Motivation zur vorgestellten Studie. Diese fußt auf einem Untersuchungssample von 75 Teilnehmern – ein Drittel Single Family Offices, der Rest Multi Family Offices mit Schwerpunkt bei der verwalteten Vermögenshöhe von 100 Mio. bis zu einer Mrd. Euro.

Mit den Antworten auf die Kernfragen: Merkmale von Family Offices – Charakterisierung der Kunden – Vermögensverwaltung und zusätzliche Dienstleistungen – Umgang mit alternativen Anlagen wie Private Equity, Hedgefonds und tangible Assets (z.B. Kunstobjekte) – Organisation und Arbeitsweise – Marktpositionierung, erhielten Clubmitglieder und Gäste umfassende Einsicht in das in der Öffentlichkeit häufig nur als Black Box bekannte diskrete Finanzthema. Eine Schlüsselerkenntnis der Untersuchung, so Breuer: „Oberstes Anlageziel besteht im Kapitalerhalt“. Eine für die Anwesenden eingängige Erkenntnis angesichts der weltweiten Niedrigzinspolitik der Zentralbanken.

Zahlreichen Fragen der Zuhörer in der anschließenden Diskussionsrunde unterstrichen noch einmal das große Interesse am Thema. Nachdem der intellektuelle Appetit gestillt und fast alle Fragen zum Mythos Family Office beantwortet waren, genossen alle gerne bei einem guten Glas Wein die delikaten Häppchen, die Koch Roger, bekannt von Veranstaltungen des Schweizer Vereins und des SDWM, für uns lecker angerichtet hatte. Nochmals herzlichen Dank an die Gastgeberin Claudia Dittmar sowie ihren Kollegen und Clubmitglied Berthold Bartsch und allen Helfern bei Vontobel für die perfekte Ausrichtung dieses Abends.